staab Architekten

Alte Pinakothek
Öffnung des historischen Osteingangs, München

März – November 2005

Die Alte Pinakothek, Herberge einer der bedeutendsten und ältesten Gemäldesammlungen der Welt mit europäischen Meisterwerken vom 14. bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert, wurde auf Veranlassung König Ludwigs I. 1826 bis 1836 von Leo von Klenze errichtet und nach starker Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von 1952 bis 1957 durch Hans Döllgast wiederaufgebaut.
Die aktuelle städtebauliche Entwicklung mit dem Neubau der „Pinakothek der Moderne“, der in Zukunft entstehenden „Sammlung Brandhorst“ und den damit veränderten Besucherströmen aus Ostrichtung führten zu dem Wunsch nach einem zweiten Eingang zur Alten Pinakothek. Das wieder geöffnete Portal im Osttrakt, der Haupteingang bis zu den Kriegszerstörungen, erschließt nun über ein neues Foyer die Wechselausstellungssäle im Erdgeschoss. Der gesamte neue Eingangsraum – ein zwischenzeitlich für Ausstellungen genutzter Saal – wird als Windfang betrachtet und mittels zweier neuer Türen klimatisch von den angrenzenden Ausstellungssälen getrennt. In das neue Entree sind zwei Möbel für Kasse und Garderobe eingestellt, die, zusammen mit drei Kokosvelour-Inseln in dem alten Parkettboden, den Raum gliedern. Die mit einem fischgrätähnlich gemusterten Holz furnierten, kubischen Einbauten sind in den von den Besuchern benutzten Bereichen – Kasse, Schirmständer, Sitzbank – mit Acrylglasscheiben verkleidet und hinterleuchtet. Durch die nun transparent verglaste Kassettentür im Ost-Portal und die Fenster strahlen diese Leucht-Objekte bis nach draußen.

Gutachten 2005

Bauherr Freistaat Bayern

Nutzer Bayerische Staatsgemäldesammlung

Planungsbeginn – Fertigstellung 2005 – 2005

Leistungsphasen 1 – 8

Gesamtbaukosten 390.000 €

HNF 480 m2

Mitarbeit Realisierung Juergen Rustler (Projektleitung), Patric Eckstein | Aichner Kazzer Architekten, München (Örtliche Bauleitung)

Ronald Bonss © MSU Museen erleben GmbH

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© Luftbild Bollmann-Bildkarten-Verlag Braunschweig

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