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Biotopia – Naturkundemuseum Bayern

2014 – 2024

Im nördlichen Flankengebäude des Nymphenburger Schlosses wird eines der meistbesuchten Museen Bayerns auf die dreifache Größe erweitert. Der Erweiterungsbau des Biotopia – Naturkundemuseum Bayern tritt an die Stelle eines Institutsgebäudes aus den 1970er Jahren, das selbst nicht unter Denkmalschutz steht, dessen Kubatur jedoch als Teil der Schlossanlage erhalten werden soll. Neben der besonderen Sensibilität im Umgang mit dem geschichtsträchtigen Ort verlangen die Bedeutung des Hauses und der zu erwartende Besucherstrom eine klare Adressbildung und eine erkennbare Identität des Museums.
Beides gelingt, indem wir den Innenhof des Museums zur eigentlichen Adresse des Gebäudes machen und diesen durch zwei weit geschwun- gene Torbögen zu den Seiten hin sichtbar machen. Der Torbogen nach Osten weist den Besuchern aus der Stadt und dem Schlosspark den Weg ins Museum, während der Bogen nach Westen die Schlossanlage in Richtung des Botanischen Gartens öffnet und den Anstoß für eine stärkere Verknüpfung der beiden Anlagen gibt. Ein weiterer Zugang vom benachbarten Orangeriehof stärkt die zentrale Durchwegung der Höfe, die für die Schlossanlage charakteristisch ist.
Der Neubau wird in die Umfassungslinien des Vorgängerbaus einge- schrieben und passt sich mit seiner geschossweise zonierten Fassade an die Putzfassaden des Schlosses an. Zum Museumshof hin nutzt er die größere gestalterische Freiheit: Der in der Gebäudetiefe auf die mu- seale Nutzung zugeschnittene Nordflügel wendet sich hier mit einer lan- gen Glasfassade den Besuchern zu und bindet den Hof als Aufenthalts-, Ausstellungs-
 und Aktionsfläche in das Gebäudekonzept ein. Hier prä- sentiert sich der Bau unaufdringlich und doch deutlich als das moderne, innovative Museum, das eine weltweit bedeutende Sammlung zu zeigen hat.

Beschränkter Realisierungswettbewerb 1. Preis 2014
Mitarbeit Petra Wäldle, Simon Banakar, Roberto Zitelli

Bauherr Freistaat Bayern, 
vertreten durch 
das Staatliche Bauamt München

Nutzer Biotopia – Naturkundemuseum Bayern

Planungsbeginn – Fertigstellung 2014 – 2024

Leistungsphasen 2 – 8

NF 12.800 m2

Mitarbeit Realisierung Per Pedersen, Johannes Pape (Projektleitung), Bettina Schriewer, Carolin Kuhn, Roberto Zitelli, Florian Nusser, Simon Banakar | Bauleitung Axel Michaelis

© Marcus Ebener

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© Werner Huthmacher

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